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Anja Schubert

Associate, Arbeitsrecht (ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Vom Heidelberger Filterkaffee zur Magic-Circle-Kanzlei 

Zu Allen & Overy bin ich gekommen, nachdem ich im Juli 2013 die Erste Juristische Prüfung in Heidelberg erfolgreich bestanden hatte. Die Frankfurter Kanzleienwelt schien mir spannend, herausfordernd – und vor allem gänzlich neu. 

Meine Praktika hatte ich bei Gerichten, im Bundestag und bei einer Arbeitsrechts-Boutique in Heidelberg absolviert. Begriffe wie Magic Circle, Juve-Rankings und utopische Gehälter kannte ich bis dahin nur vom Hörensagen. Die Frankfurter Großkanzleiwelt war mir nicht näher als irgendeine Fernsehfantasie in Boston Legal oder The Good Wife. Meine Welt waren eher der Filterkaffee am kriminologischen Lehrstuhl und eine Arbeitsrechts-Boutique um die Ecke des juristischen Seminars. Ich war ziemlich gespannt, was mich in Frankfurt erwarten würde. 

Mein Freund und ich diskutierten auf dem Sofa verschiedene Rankings und Artikel. Welche Kanzleien könnten besonders spannend sein? Sollte ich mich schon aufs Arbeitsrecht konzentrieren, das ich ziemlich interessant fand? Allen & Overy fiel uns auf. Die Fälle Edward VIII. und Rasul v. Bush hörten sich an wie aus einem Drehbuch. Im Arbeitsrecht klangen die Mandatsbeschreibungen zu zwei Anwälten namens Löw und Ubber nach dem Who is Who im Wirtschaftsteil der Nachrichten. Gleichzeitig wirkten die Profile auf mich irgendwie sympathisch.

Gegen Abend waren dann die Bewerbungen für die spannendsten drei Kanzleien fertiggestellt. Ich zweifelte noch, ob ich beim Anruf vorab direkt die Telefonnummer von Hans-Peter Löw wählen sollte. Es ging ja nur darum abzuklären, an wen ich meine Bewerbung richten sollte. Mein Freund lachte bei der Vorstellung, dass man bei derart hochkarätigen Kanzleien direkt den Partner an der Leitung haben könnte.

Bevor das Freizeichen verklungen war, sprach ich das erste Mal mit meinem zukünftigen Chef: „Löw“. Am 2. August 2013 trafen wir uns dann zum Bewerbungsgespräch. Mich überkam einfach die Intuition, dass es hier fachlich und menschlich stimmt. Man kann vieles lange abwägen. Oft trifft man die im Nachhinein wichtigsten Entschlüsse aus dem Bauch. So war es hier: Bei A&O und in der Abteilung von Hans-Peter Löw wollte ich arbeiten. Nach einem ausführlichen Gespräch wurde ich herumgeführt und vorgestellt. Mein Freund rief indes mehrfach vergeblich an. Er hatte zugleich die Zusage einer amerikanischen Kanzlei für mich entgegengenommen, deren Gehalt uns damals absurd hoch vorkam.

Ich habe meine Entscheidung nie bereut. Am 19. August 2013 fing ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an. Seitdem war Allen & Overy für mich der denkbar beste Ort, um juristisch zu arbeiten: Im Referendariat kam ich wieder und absolvierte die Wahlstation zusätzlich im Londoner Büro. Danach begann ich als Associate.

Sechs Jahre später kann ich zusammenfassend allen Studierenden sagen: Genießt während des Studiums ein paar gute Anwaltsserien. Dann schaut euch die Frankfurter Kanzleienwelt selbst an. Hört auf eure Intuition bei Kanzlei und Team. Ihr werdet diese Neugier nicht bereuen.

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