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EU Malaria Fund mit bis zu 150 Millionen Euro eingerichtet

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10 Juni 2020

EIB, Europäische Kommission und Investitionsbank Berlin gemeinsam gegen Malaria – Allen & Overy berät EIB bei innovativer Finanzierung und Strukturierung des EU Malaria Fund

Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Europäische Kommission und die Investitionsbank Berlin (IBB) haben die erste Finanzierungsrunde für ihren Anfang Juni 2020 aufgesetzten EU Malaria Fund abgeschlossen. Vorerst schießen EU-Kommission und EIB zusammen 64 Millionen Euro im Wege von vor- und nachrangigen Finanzierungsmitteln in den Fonds ein. Weitere sechs Millionen Euro bringen verschiedene nationale und private Investoren auf, darunter die IBB und die Bill & Melinda Gates Stiftung. Insgesamt soll der EU Malaria Fund Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro bündeln. Allen & Overy hat die EIB in ihrer Rolle als besicherter Junior Lender und Senior Lender im Zusammenhang mit der Finanzierung und Strukturierung des Fonds umfassend finanz- und gesellschaftsrechtlich einschließlich spezifischer steuerlicher und aufsichtsrechtlicher Aspekte beraten.

Mit den Mitteln aus dem Fonds werden wissenschaftlich vielversprechende Projekte zur Verhinderung sowie Bekämpfung von Malariaerkrankungen gefördert. Hierzu reicht der als GmbH & Co. KG aufgesetzte Fonds einzelne Darlehen (sog. Venture Loans) an Forschungseinrichtungen aus, welche von einem Investitionsausschuss ausgewählt werden. Die beiden ersten Darlehen in Höhe von 24,8 Millionen Euro kommen dem Unternehmen Achilles Vaccines mit Sitz im italienischen Siena und der in Wien ansässigen Themis Bioscience GmbH zugute. Die Forschung und Entwicklung beider Unternehmen im Malariabereich könnte zu einer Zweitnutzung für Covid-19 führen.

Der Hauptbeitrag für den Fonds kommt aus dem EU-Programm InnovFin, das aus dem EU-Programm Horizont 2020 finanziert und von EU-Kommission und EIB gemeinsam verwaltet wird. Ein Teil des Projekts wird über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen besichert, die finanzielle Säule der Investitionsoffensive für Europa. Mit dieser Initiative wollen EIB und EU-Kommission 500 Milliarden Euro für die europäische Wirtschaft mobilisieren.

Insgesamt bündelt der EU Malaria Fund Mittel der Europäischen Union, der EIB, der IBB, der Bill & Melinda Gates Stiftung und weiterer nationaler und privater europäischer Akteure. So unterstützt der Fonds die Umsetzung der globalen technischen Malaria-Strategie 2016–2030 der WHO und nutzt dabei deren technische Expertise sowie die Finanzkraft der EIB. Die kENUP Foundation hat den Fonds eingerichtet, die IBB-Gruppe, die Förderbank-Gruppe des Landes Berlin, verwaltet ihn.

„Jedes Jahr sterben weltweit mehrere hunderttausend Menschen an Malaria. Wir freuen uns sehr, dass wir die EIB bei den finanzierungs- und gesellschaftsrechtlichen Aspekten dieses innovativen Projektes beraten konnten, welches einen wichtigen Beitrag beim Kampf gegen die tödliche Krankheit und unter Umständen auch einen Beitrag zur Erforschung eines Impfstoffs gegen Covid-19 leisten wird. Wir sind stolz darauf, die EIB als langjährigen Mandanten bei diesem anspruchsvollen Projekt begleitet zu haben. Gleichzeitig bauen wir unsere Präsenz bei ESG-Finanzierungen aus“, so Wolfgang Melzer, Partner im Frankfurter Büro von Allen & Overy. 

Zum Team von Allen & Overy gehörten Partner Wolfgang Melzer (Federführung), Senior Associate Dr. Tobias Wintermantel und Associate Tom Haeseler (alle Bank- und Finanzrecht) sowie Partner Dr. Matthias Horn und Associate Dr. Matthias Taggeselle (beide M&A/Gesellschaftsrecht). Zu steuerlichen Fragen berieten Partnerin Dr. Heike Weber und Senior Associate Dr. Thomas Dieker (alle Frankfurt).