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Gesetzliche Frauenquote: Eine Erfolgsgeschichte?

 

20 Februar 2017

Studie zur Umsetzung der Frauen- und Geschlechterquote in DAX- und MDAX-Unternehmen  

​Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Neben der nur für eine relativ kleine Anzahl von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Gesellschaften geltenden fixen 30%-Quote für den Aufsichtsrat müssen erheblich mehr Gesellschaften so genannte Zielgrößen für den Frauenanteil für die Geschäftsleitung sowie für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung festlegen. Für diese flexible Frauenquote mussten die Gesellschaften im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zusätzlich bestimmen, bis wann sie die individuellen Zielgrößen erreichen wollen. Wie die im DAX und MDAX notierten Gesellschaften mit diesen gesetzlichen Vorgaben im ersten Jahr umgegangen sind, haben wir in einer Studie zur Umsetzung der Frauen- und Geschlechterquote in der Praxis anhand der veröffentlichten Lageberichte untersucht und zusammen mit namhaften Experten ausgewertet.

Besonders hervorzuheben sind die folgenden Ergebnisse:

 

  • Deutliche Unterschiede zwischen DAX und MDAX bestehen bei den Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand: Während 75,6% der adressierten Gesellschaften des MDAX eine Zielgröße von 0% festgelegt haben, haben sich nur 33,3 % im DAX für diese Zielgröße entschieden.
  • Eine Zielgröße von 0% für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands ist nur im MADX, nicht jedoch im DAX, vorgesehen worden.
  • Sowohl die DAX- als auch die MDAX-Gesellschaften haben sich für die zweite Führungsebene durchweg für eine Zielgröße von mindestens 5 % für den Frauenanteil entschieden.
  • Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben hat insbesondere bei international tätigen Unternehmen zu erheblichem Aufwand geführt. Die zu definierenden Führungsebenen entsprechen den bei diesen Unternehmen häufig konzernweit bereits vorhandenen Diversity-Konzepten für Führungskreise nicht. Im Gesetz enthaltene unbestimmte Rechtsbegriffe haben zu einer hohen Unsicherheit bei den erforderlichen Umsetzungsschritten geführt. 
  • Bei den festzulegenden Fristen zur Erreichung der Zielgrößen haben sich einige Gesellschaften für einen kürzeren Zeitraum als gesetzlich zugelassen entschieden. DAX-Gesellschaften nutzten diesen Gestaltungsspielraum häufiger als Gesellschaften des MDAX.
  • Vor dem Hintergrund der kurzen Fristen ist insbesondere für den Vorstand häufig der bereits erreichte Status quo des jeweiligen Frauenanteils als Zielgröße festgelegt worden.

Für viele Unternehmen stellt sich zeitnah wieder die Frage, welche neuen Zielgrößen festgelegt werden müssen und wie diese an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Unsere Studie gibt einen Überblick zur bisherigen Marktpraxis und damit Orientierung bei der weiteren Umsetzung des Gesetzes.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.allenovery.com/frauenquote

Für Fragen hierzu steht Ihnen Dr. Katharina Stüber zur Verfügung. ​

 

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