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Facts and Figures

Abkürzungsverzeichnis



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A

ABS

Asset Backed Securities (forderungsbesichertes Wertpapier)

Form von Wertpapieren (speziell Bankschuldverschreibungen), die mit Vermögensgegenständen, insbesondere Aktivpositionen (z.B. Automobilkredite, Hypothekendarlehen etc.), eines Unternehmens unterlegt und besichert sind. Das Unternehmen verkauft seine Forderungen an eine Finanzierungsgesellschaft.

AG

Aktiengesellschaft - Kapitalgesellschaft, bei der das Grundkapital in Aktien zerlegt ist.

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt.

AGG

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Deutsches Bundesgesetz, das Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Privatpersonen, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen.

AIFM

Alternative Investmentfonds Manager - Juristische Personen, deren Aufgabe die Verwaltung von Alternativen Investmentfonds ist.

AktG

Aktiengesetz - Regelt die Errichtung, die Verfassung, Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidation von Aktiengesellschaften und von Kommanditgesellschaften auf Aktien. Darüber hinaus ist das deutsche Konzernrecht im Aktiengesetz geregelt.

ALM

Arbitration Litigation Mediation

APAC

Asia-Pacific - Gesamter südostasiatischer und pazifischer Raum inklusive Japan.

ARIM

Antitrust Regulated Industries Media

ASTK

Application Server Toolkit

B

Bafin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Rechtsfähige Bundesanstalt mit Sitz in Frankfurt am Main und Bonn. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Die BaFin beaufsichtigt und kontrolliert als Finanzmarktaufsichtsbehörde im Rahmen einer Allfinanzaufsicht alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland. Diese Funktionen und Tätigkeiten werden im öffentlichen Interesse wahrgenommen.

BAG

Bundesarbeitsgericht

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt urteilt über Fragen des deutschen Arbeitsrechts und trägt durch seine Rechtsprechung zu dessen Weiterentwicklung bei. Es ist die letzte Instanz und damit das oberste Gericht der Arbeitsgerichtsbarkeit und neben Bundesfinanzhof, Bundesgerichtshof, Bundessozialgericht und Bundesverwaltungsgericht einer der fünf obersten Gerichtshöfe der Bundesrepublik Deutschland.

bAV

Betriebliche Altersversorgung

Versorgungsleistungen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer anlässlich eines Arbeitsverhältnisses bei Alter, Invalidität und/oder Tod zusagt.

BDA

Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände

Arbeits- und sozialpolitischer Spitzenverband der gesamten deutschen Wirtschaft mit Sitz in Berlin. Er vertritt als einzige Vereinigung die Interessen aller Branchen der privaten gewerblichen Wirtschaft in Deutschland.

BEM

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Maßnahme des Arbeitgebers mit dem Ziel, die Arbeitsunfähigkeit der Arbeitnehmer eines Betriebes möglichst zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Beschäftigten im Einzelfall zu erhalten. Im weiten Sinne geht es um betriebliches Gesundheitsmanagement zum Schutz der Gesundheit der Belegschaft.

BetrAVG

Betriebsrentengesetz

Gesetz, das arbeitsrechtliche und steuerliche Vorschriften zur betrieblichen Altersversorgung in Deutschland regelt. Insbesondere die gesetzliche Unverfallbarkeit, Möglichkeiten der Abfindung und Übertragung, den Insolvenzschutz, die Anpassung von laufenden Leistungen und den Anspruch auf Entgeltumwandlung.

BGH

Bundesgerichtshof

Oberstes deutsches Gericht auf dem Gebiet der ordentlichen Gerichtsbarkeit und damit letzte Instanz in Zivil- und Strafverfahren. Zudem ist der Bundesgerichtshof für verwandte Spezialrechtsgebiete zuständig wie etwa das Berufsrecht in der Rechtspflege. Er ist neben dem Bundesarbeitsgericht, Bundesfinanzhof, Bundessozialgericht und Bundesverwaltungsgericht einer der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes.

BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten.

BIT

Bilateral Investment Treaties (Bilaterale Investitionsabkommen)

BMA

Bundesminister(ium) für Arbeit

BMF

Bundesminister(ium) für Finanzen

BRICS

Die BRICS-Staaten sind eine Vereinigung von aufstrebenden Volkswirtschaften. Die Abkürzung „BRICS“ steht für die Anfangsbuchstaben der fünf Staaten: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

C

CDM

Clean Development Mechanism (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung)

Klimaschutzprojekte des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung wirken unterstützend bei der Bekämpfung des Klimawandels. Sie gehören zu den flexiblen Kyoto-Mechanismen und beruhen auf Artikel 12 des Kyoto-Protokolls. Industrieländer können ihren Minderungs- oder Stabilisierungsverpflichtungen laut Kyoto-Protokoll nachkommen, indem sie CDM-Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern finanzieren oder durchführen.

CDO

Collateralized Debt Obligation

Überbegriff für Finanzinstrumente, die zu der Gruppe der forderungsbesicherten Wertpapiere (Asset Backed Securities) und strukturierten Kreditprodukte gehören. Sie bestehen aus einem Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren. Collateralized Debt Obligations sind eine Geldanlage und ein wichtiges Refinanzierungsmittel für Banken auf dem Kapitalmarkt.

CEE

Central and Eastern Europe

Abkürzung für die mittel- und osteuropäischen Länder.

CLO

Collateralized Loan Obligation

Ein forderungsbesichertes Wertpapier, das durch Unternehmenskredite gesichert wird. Diese Kredite stammen oft von Geschäftsbanken, die das Konstrukt Collateralized Loan Obligation wiederum nutzen, um das vergebene Kreditrisiko strukturiert weiterzureichen. Dabei kann das Risiko mehrerer vergebener Kredite einer Bank gebündelt und als Gesamtpaket weiterverkauft werden. Collateralized Loan Obligations bilden eine Untergruppe der Collateralized Debt Obligations.

CMBS

Commercial mortgage backed securities (durch Hypotheken gesicherte Wertpapiere)

Durch Gewerbe- und Mehrfamilienimmobilien besicherte Anleihen.

CSR

Corporate Social Responsibilty (Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung)

Der freiwillige Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, die über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Corporate Social Responsibilty steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit über ökologisch relevante Aspekte bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen.

CTA

Contractual Trust Agreement (Pensionstreuhand)

Modell im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge, bei dem im Durchführungsweg der Direktzusage Pensionsverpflichtungen aus der Bilanz ausgegliedert werden. Dabei wird eine eigene Treuhandgesellschaft gegründet, in die die Pensionen übertragen werden, die diese verwaltet und deren Vermögen ausschließlich zum Zweck der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen verwendet werden darf.

D

DAX

Deutscher Aktienindex

Der Index spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten, an der Frankfurter Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen (sog. Blue Chips) wider und wird seit 1999 nur noch anhand der Xetra-Werte ermittelt. Der Deutscher Aktienindex ist als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt national und international etabliert.

DCM

Debt Capital Markets (Anleihegeschäfte)

DD

Due Diligence

DGFP

Deutsche Gesellschaft für Personalführung

Die größte Fachorganisation für Personalmanagement und Personalführung in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1952 ist sie als richtungsweisende Mitgestalterin betrieblicher Personalpolitik und Führungsarbeit in Deutschland aktiv.

DIS

Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V.

Eingetragener Verein zur Förderung der deutschen und internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit bietet ein administriertes Schiedsgerichtsverfahren nach der DIS-Schiedsgerichtsordnung und weitere Verfahren alternativer Streiterledigung an.

DJZ

Deutsche Juristen-Zeitung

Wissenschaftlich hoch angesehene juristische Fachzeitschrift, die von 1896 bis 1935 im Verlag Otto Liebmann Berlin erschien.

DNK

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Eine Empfehlung des Rates für nachhaltige Entwicklung, der seit 2001 von der Bundesregierung konstituiert wurde und dessen Mitglieder von der Bundesregierung jeweils für drei Jahre berufen werden, an Politik und Wirtschaft. Der Kodex wurde im Oktober 2010 zur freiwilligen Anwendung empfohlen. Der Transparenzstandard erhöht die Verbindlichkeit und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen. Er ist international anwendungsfähig für Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Rechtsform.

DOC

Department of Justice (Justizministerium)

DPMA

Deutsches Patent- und Markenamt

Die Zentralbehörde auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes in Deutschland. Sie ist unter anderem für die Erteilung von Patenten, für die Eintragung von Gebrauchsmustern, Marken und Geschmacksmustern, sowie für die Information der Öffentlichkeit über bestehende gewerbliche Schutzrechte zuständig. Das Deutsche Patent- und Markenamt ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium der Justiz mit Hauptsitz in München.

E

E&B

Employment & Benefits

ECA

Export Credit Agency (Exportkredit- bzw. Ausfuhrversicherung)

Sammelbezeichnung für verschiedene Versicherungsformen, die die Exportrisiken des Ausfalls von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen absichern.

ECB

European Central Bank (engl. für Europäische Zentralbank)

ECM

Equity Capital Markets (Eigenkapitalmärkte)

EEG

Erneuerbare Energien-Gesetz

Deutsches Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, das die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz regelt und deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen garantiert.

EFET

European Federation of Energy Traders (Verband europäischer Energiehändler)

Der Verband europäischer Energiehändler wurde 1999 mit Sitz in Amsterdam gegründet. Es handelt sich um die Dachorganisation zur Standardisierung des grenzübergreifenden Handels der Energieversorger, insbesondere des Gas- und Stromhandels, die sich für die Beseitigung von Marktzutrittsbarrieren, für den ungehinderten diskriminierungsfreien Zugang zu den Versorgungsnetzen und gegen den Missbrauch marktbeherrschender Stellungen einsetzt.

EFFAS

European Federation of Financial Analysts Societies (Europäische Vereinigung der Finanzanalysten)

EMEA

Abkürzung für den Wirtschaftsraum Europa (Ost- und Westeuropa), Middle East (Naher Osten) und Africa (Afrika)

EMIR

European Market Infrastructure Regulation

EU-Initiative zur Regulierung des außerbörslichen Handels mit Derivaten. Kern der Regulierung ist die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivatgeschäfte über eine Central Counterparty sowie die Meldung dieser Over the Counter-Geschäfte an ein Transaktionsregister.

EnWG

Energiewirtschaftsgesetz

Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung enthält grundlegende Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energie.

EPC

European Payments Council

Von den Kreditinstituten und der Europäischen Union eingerichteter Ausschuss zur Realisierung des als Single Euro Payments Area bezeichneten einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums.

ESMA

European Securities and Markets Authority (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde)

Behörde zur Regulierung des Handels mit Wertpapieren innerhalb der EU, die 2011 ihre Arbeit aufnahm. Sie ist Teil des Europäischen Finanzaufsichtssystems mit Sitz in Paris.

ETF

Exchange-traded Fund (börsengehandelter Fonds)

Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird. Exchange-traded Funds werden meist passiv verwaltet und im Normalfall nicht über die emittierende Investmentgesellschaft, sondern über die Börse am Sekundärmarkt erworben und veräußert.

EU

European Union (Europäische Union)

Ein aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund.

EuGH

Europäischer Gerichtshof

Das oberste rechtsprechende Organ der Europäischen Union. Zusammen mit dem Gericht der Europäischen Union und dem Gericht für den öffentlichen Dienst der Europäischen Union bildet er das Gerichtssystem der Europäischen Union, das im politischen System der Europäischen Union die Rolle der Judikative einnimmt.

e.V.

Eingetragener Verein

Verein, der in das Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen ist. Eingetragene Vereine verfolgen keinen wirtschaftlichen Zweck, sind somit Idealvereine.

EZB

Europäische Zentralbank

Die 1998 gegründete gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion. Sie bildet mit den nationalen Zentralbanken der EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken.

F

FARA

Foreign Agents Registration Act

Ein 1938 verabschiedetes Gesetz der Vereinigten Staaten, das vorschreibt, dass Informationen ausländischer Quellen der amerikanischen Öffentlichkeit klar als solche benannt werden müssen. Das Gesetz richtete sich gegen Propagandisten des Dritten Reiches in den USA. Es geht zurück auf das „McCormack-Dickstein Committee“, das erste Komitee für unamerikanische Umtriebe. Mit der Durchführung ist die Foreign Agent Registration Unit in der Criminal Division des United States Department of Justice beauftragt.

FATCA

Foreign Account Tax Compliance Act

Der Foreign Account Tax Compliance Act bezeichnet einen Teil eines im Jahr 2010 in Kraft getretenen US-Gesetzes, mit dem das US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen deutlich verschärft wurde.

FCPA

Foreign Corrupt Practices Act

Bundesgesetz der USA aus dem Jahr 1977, das Zahlungen und Wertgeschenke an ausländische staatliche Amtsträger verbietet, die den Zweck haben, Zuschläge für ein Geschäft zu bekommen oder eine Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus verpflichtet das Gesetz alle in den USA börsennotierten Unternehmen dazu, eine Buchführung vorzunehmen, die auf die Antikorruptionsregeln des FCPA abgestimmt ist. Der Grund dafür, dass sich der FCPA mit der Buchführung der Börsenunternehmen befasst, liegt darin, dass Schmiergeldzahlungen jeweils entweder gar nicht in den Büchern der Unternehmen verzeichnet oder dort falsch ausgewiesen waren. Deshalb stellt der FCPA nicht allein das Zahlen von Bestechungsgeldern unter Strafe, sondern auch das Anlegen falscher oder irreführender Einträge in die Unternehmensunterlagen.

FDI

Foreign Direct Investment (Ausländische Direktinvestitionen)

Vermögensanlagen im Ausland durch einen inländischen Investor. Im Unterschied zu Portfolioinvestitionen sind bei Direktinvestitionen der Einfluss und die Kontrolle auf die Geschäftstätigkeit im Ausland und somit auf die Erzielung des Ertrages wichtigstes Abgrenzungskriterium. Es fließt also nicht nur Kapital, sondern auch Wissen und Technologie. Direktinvestitionen sind also Teil des internationalen Kapitalverkehrs. Kennzeichen einer Direktinvestition ist laut Internationalem Währungsfond eine Beteiligung von mindestens 10 % am Unternehmen im Ausland, wobei unter Berücksichtigung des Kontrollaspektes meist von einer Beteiligung von 25 % und mehr ausgegangen wird.

F&E

Forschung & Entwicklung

FTSE

Financial Times Stock Exchange Index

Unter dem Namen Financial Times Stock Exchange Index sind mehrere Börsenindizes bekannt, die das britische Unternehmen FTSE Group herausgibt.

FTT

Financial Transaction Tax (Finanztransaktionssteuer)

Eine zu den Verkehrssteuern zählende Steuer auf börsliche und außerbörsliche Finanztransaktionen.

G

GAAR

General Anti-Avoidance Rule

GCC

Gulf Cooperation Council (Golf-Kooperationsrat)

Der Kooperationsrat der Arabischen Staaten des Golfes umfasst sechs Staaten der Arabischen Halbinsel. Die Organisation strebt die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder in der Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen an.

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Für ihre Verbindlichkeiten haftet nur das Gesellschaftsvermögen.

GRI

Global Reporting Initiative

Die Global Reporting Initiative entwickelt in einem partizipativen Verfahren Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Großunternehmen, kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), Regierungen und NGOs.

GRUR

Deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtschutz und Urheberrecht e.V.

Organisation aus Juristen, Unternehmen und Verbänden mit dem Ziel, neben der wissenschaftlichen Fortbildung das Urheberrecht und den gewerblichen Rechtsschutz einschließlich des Wettbewerbsrechts auszubauen.

GWB

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen

Das Gesetz bezweckt die Erhaltung eines funktionierenden, ungehinderten und möglichst vielseitigen Wettbewerbs; es reglementiert und bekämpft daher vor allem die Akkumulation und den Missbrauch von Marktmacht sowie die Koordination und Begrenzung des Wettbewerbsverhaltens unabhängiger Marktteilnehmer. Das Gesetz ist die Zentralnorm des deutschen Kartell- und Wettbewerbsrechts.

H

HR

Human Resources (Personalwesen)

Personalwesen bezeichnet den Bereich der Betriebswirtschaft, der sich mit dem Produktionsfaktor Arbeit und mit dem Personal auseinandersetzt. Das Personalwesen ist eine in allen Organisationen vorhandene Funktion, deren Kernaufgaben die Bereitstellung und der zielorientierte Personaleinsatz sind.

HV

Hauptversammlung

Gemäß Gesellschaftsrecht eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft, einer Kommanditgesellschaft auf Aktien oder einer Societas Europaea. Bei dem Treffen aller Aktionäre wird informiert und über unternehmensrelevante Vorgänge beschlossen.

I

IAA

Internationales Arbeitsamt

IBA

International Business Association

ICC

International Chamber of Commerce (Internationale Handelskammer)

Internationale nichtstaatliche Organisation mit Sitz in Paris. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung und Förderung des weltweiten Handels und der Globalisierung.

ICM

International Capital Markets (Internationale Kapitalmärkte)

ICSID

International Centre of Settlement of Investment Disputes (Internationales Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten)

Internationales Schiedsgericht, das der Weltbankgruppe angehört, mit Sitz in Washington, D.C..

IF

Islamic Finance (Islamisches Finanzwesen)

Bezeichnet den Versuch, Finanzdienstleistungen in Übereinstimmung mit den religiösen Regeln des Islam und der Schari'a zu gestalten. Umfasst werden alle Finanzgeschäfte, die den islamischen Regeln des allgemeinen Zinsverbots (Riba), des Verbots der Spekulation (Gharar) und des Verbots des Glücksspiels (Maysir, Quimar) unterliegen. Das allgemeine Zinsverbot verbietet es Banken z. B. Geldzinsgeschäfte durchzuführen, die aber Grundlage für das normale Kreditgeschäft von Banken sind. Um dennoch Kreditgeschäfte machen zu können, wurden von den Banken neue Kreditformen auf Basis von Sachmittelkrediten entwickelt, die zur Schari'a konform sind.

IFLR

International Financial Law Review (Britisches Finanzmagazin)

ILO

International Labour Organization (Internationale Arbeitsorganisation)

Eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf, die zuständig ist für die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards. Die weltweit geltenden Mindeststandards sollen die Rechte bei der Arbeit und damit menschenwürdige Arbeit für alle Menschen auf der Welt sicherstellen.

InvStG

Investmentsteuergesetz

Im Investmentsteuergesetz (InvStG) wurden die steuerlichen Regelungen des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) und des Auslandinvestmentgesetzes zusammengefasst und grundlegend überarbeitet. Leitidee der Investmentbesteuerung ist das Transparenzprinzip, also die grundsätzliche Gleichbehandlung des Anlegers in Investmentanteilen mit dem Direktanleger.

IOC

International Oil Companies

IP

Intellectual Property (Geistiges Eigentum)

All jenes Wissen und Kulturgut, das sich der Mensch durch geistige Anstrengungen wie Lernen, Forschen, Nachdenken, Lesen oder auch Diskutieren zu eigen gemacht hat. Geistiges Eigentum bezeichnet die Formen von Eigentum, denen keine materiellen Güter direkt zugeordnet sind. Der Begriff wird außerdem als Jargon für Urheberrechte und gewerbliche Schutzrechte verwendet.

IPO

Initial Public Offering (Börsengang)

Erstmaliges öffentliches Anbieten von Aktien an der Börse.

ISDA

International Swaps and Derivatives Association

Handelsorganisation von Teilnehmern am Markt für Over the Counter-Derivate mit derzeit über 800 Mitgliedern aus knapp 60 Ländern, die sich zum Ziel setzt, den Handel privat gehandelter Derivate auf vielfältige Weise zu vereinfachen. Bekannt ist die Vereinigung dabei hauptsächlich durch die von ihr entwickelten und herausgegebenen ISDA Master Agreements, eine Reihe von Rahmenverträgen für den Handel mit spezifischen OTC-Produkten, in denen grundlegende vertragliche Verpflichtungen zwischen den handelnden Parteien festgelegt sind.

ISO

International Organization for Standardization (Internationale Organisation für Normung)

Die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Internationale elektrotechnische Kommission zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation).

IT

Information Technology (Informationstechnik)

Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- und Software (Informationstechnisches System).

J

J.D.

Doctor of Law (lat.: Juris Doctor)

Juristischer Doktorgrad, der als Abschluss des Studiums und nicht aufgrund einer wissenschaftlichen Promotionsleistung erworben wird.

JI

Joint Implementation (Gemeinschaftsreduktion)

Bezeichnet einen der im Kyoto-Protokoll vorgesehenen flexiblen Mechanismen zur Reduktion von Schadstoffemissionen.

JV

Joint Venture

Gemeinsame Tochtergesellschaft von mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich getrennten Unternehmen.

K

KGaA

Kommanditgesellschaft auf Aktien

In einigen Rechtsordnungen eine Rechtsform für Unternehmen, die Elemente der Aktiengesellschaft und der Kommanditgesellschaft miteinander verbindet. Es handelt sich um eine Aktiengesellschaft, die an Stelle eines Vorstandes über persönlich haftende Gesellschafter, die Komplementäre, verfügt.

KMU

Kleine und mittlere Unternehmen

Sammelbezeichnung für Unternehmen, die definierte Grenzen hinsichtlich Beschäftigtenzahl, Umsatzerlös oder Bilanzsumme nicht überschreiten. Die Einordnung erfolgt in der Regel unabhängig von der gewählten Rechtsform oder der Eigentümerstruktur. Unternehmen, die die Grenzen überschreiten, werden Großunternehmen genannt. Die von der Kommission der Europäischen Union festgelegte Definition lautet wie folgt: Kleinstunternehmen haben weniger als zehn Beschäftigte und Umsatzerlöse von höchstens 2 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme von höchstens 2 Mio. Euro. Kleine Unternehmen haben weniger als 50 Beschäftigte und Umsatzerlöse von höchstens 10 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme von höchstens 10 Mio. Euro. Mittlere Unternehmen haben weniger als 250 Beschäftigte und Umsatzerlöse von höchsten 50 Mio. Euro bzw. eine Bilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

KPI

Key Performance Indicator (Leistungskennzahl)

In der Betriebswirtschaftslehre Kennzahlen, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation gemessen und/oder ermittelt werden kann. Wichtige KPIs aus der Dienstleistungsbranche sind beispielsweise der Umsatz pro fakturiertem Personentag und der Mitarbeiterauslastungsgrad (Anzahl der fakturierten Personentage im Verhältnis zu den Planarbeitstagen).

KWG

Kreditwesengesetz

Bezeichnung für das deutsche Gesetz über das Kreditwesen zur Sicherung und Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Kreditwirtschaft und zum Schutz der Gläubiger von Kreditinstituten vor Verlust ihrer Einlagen. Die Regelungen des KWG beziehen sich auf Institute und Institutsgruppen. Institute im Sinne des KWG sind Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute.

L

LAG

Landesarbeitsgericht

Ein oberes Landesgericht auf dem Gebiet der Arbeitsgerichtsbarkeit in Deutschland. Es ist regelmäßig Berufungs- oder Beschwerde-Gericht im Rechtszug der Arbeitsgerichtsbarkeit zu den erstinstanzlichen Urteilen und Beschlüssen des Arbeitsgerichtes. Gegen Urteile des Landesarbeitsgerichts ist als Rechtsmittel die Revision oder bei Beschlüssen die Rechtsbeschwerde zum Bundesarbeitsgericht möglich.

LATAM

Latin America

LBO

Leveraged-Buy-out

Es handelt sich um eine überwiegend durch Fremdkapital finanzierte Unternehmensübernahme. Es ist somit ein kreditfinanzierter Kauf eines Unternehmens von Investoren in Zusammenarbeit mit dem Management des Unternehmens, das i. d. R. selbst dem Käuferkreis angehört. Der Kauf wird finanziert, indem im notwendigen Umfang Bankkredite aufgenommen oder Anleihen emittiert werden, zu deren Besicherung die umfangreichen Aktiva der Unternehmung dienen.

LDA

Lobbying Disclosure Act

LL.M.

Master of Laws (lat.: Legum Magister)

Englische Bezeichnung des akademischen Grades eines Magister der Rechte. Dieser Postgraduierten-Abschluss kann von Juristen ebenso wie von anderen Hochschulabsolventen an vielen Hochschulen erlangt werden.

LLP

Limited Liability Partnership

Eine Rechtsform der Personengesellschaften nach britischem bzw. amerikanischem Recht. Am ehesten ist diese Gesellschaftsform mit einer (im deutschen Recht nicht denkbaren) Kommanditgesellschaft ohne Komplementär zu umschreiben. Die Gesellschafter können die Geschäftsführung direkt ausüben, ebenso wie bei einer Kapitalgesellschaft müssen sie jedoch nicht auf den umfassenden Haftungsschutz verzichten.

LNG

Liquified Natural Gas (Flüssigerdgas)

M

M&A

Mergers & Acquisitions (Fusionen und Übernahmen)

Unternehmenstransaktionen, bei denen Firmen, Unternehmen und natürliche Personen, die Kapitalverflechtungen eingehen oder Gesellschaften zusammenschließen, den Eigentümer wechseln oder Anteile kaufen bzw. verkaufen. Auch Erbfolgen oder die Veräußerung eines vererbten Unternehmens werden unter dem Begriff "Mergers & Acquisitions" subsumiert.

MBA

Master of Business Administration

Bezeichnung für ein postgraduales, generalistisches Management-Studium, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll bzw. für den durch dieses Studium erworbenen akademischen Grad.

MBI

Management-Buy-In

Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management oder Forcierung der Übernahme mit Hilfe eines Investors durch ein fremdes Management. Ein Management-Buy-in kommt vor allem dann zustande, wenn ein externes Management der Überzeugung ist, dass das Unternehmen schlecht geführt ist und durch bessere Führung effizienter sein könnte. Es ist außerdem eine Möglichkeit, ein Unternehmen im Rahmen einer Nachfolgelösung zu übernehmen.

MBO

Management-Buy-Out

Unternehmensübernahme, bei der das Management die Mehrheit des Kapitals von den bisherigen Eigentümern erwirbt.

MBS

Mortgage Backed Securities

Besicherte Anleihen, also durch Vermögenswerte gesicherte Wertpapiere, deren Bargeldflüsse durch die Zins- und Tilgungszahlungen eines Pools von grundpfandrechtlich gesicherten Forderungen getragen werden. Im Gegensatz zu Pfandbriefen erscheinen sie nicht in der Bilanz der originären Stelle (z. B. eine Bank), da diese den Pool der deckenden Vermögenswerte zur Durchführung der Verbriefung an die ausgebende Stelle (eine Zweckgesellschaft) überträgt.

MDAX

Mid-Cap-DAX

Im Jahr 1996 eingeführter deutscher Aktienindex, der 50 Werte umfasst, die in der Rangliste nach Marktkapitalisierung des Streubesitzes und des Börsenumsatz auf die Werte des DAX folgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider. Er wird als Performanceindex und auch als Kursindex berechnet. Seine Zusammensetzung wird zweimal im Jahr (März und September) sowie in besonderen Fällen, z. B. bei Fusionen und größeren Neuemissionen aktualisiert. Es gilt die 60/60-Regel, es können also nur Werte aufgenommen werden, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz jeweils zu den 60 größten hinter dem DAX zählen. Ebenso wird bei Ausschlüssen verfahren, wenn eines der beiden Kriterien stark oder längere Zeit verfehlt wird.

MiFID

Markets in Financial Instruments Directive (Finanzmarktrichtlinie)

Richtlinie der Europäischen Union (EU) zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt.

MLA

Multilateral Agencies

MNC

Multinational Corporations (Multinationale Unternehmen)

International tätige Unternehmen, die durch Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten sowie Niederlassungen in zahlreichen Staaten präsent sind.

MNU

Multinationale Unternehmen

International tätige Unternehmen, die durch Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten sowie Niederlassungen in zahlreichen Staaten präsent sind.

MOFCOM

Ministry of Foreign Trade and Economic Co-operation (heute: Ministry of Commerce), deutsch: Handelsministerium der Volksrepublik China

Das Handelsministerium der Volksrepublik China mit Sitz in Peking kümmert sich um die Wirtschaft der Volksrepublik China.

N

NDRC

National Development and Reform Commission (Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform)

Institution der Zentralregierung der Volksrepublik China und bedeutendste Aufsichtsbehörde für die wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik China.

NJW

Neue Juristische Wochenschrift

Die Neue Juristische Wochenschrift ist die bedeutendste Zeitschrift für die juristische Theorie und Praxis in Deutschland.

NPL

Non Performing Loans

Notleidende Kredite (auch Problemkredite, toxische Kredite oder faule Kredite genannt), bei denen die Rückzahlung ungewiss ist. In Deutschland werden hierunter sowohl wertberichtigte Kredite als auch in Zahlungsverzug geratene Kredite bezeichnet.

NZA

Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht

Juristische Fachzeitschrift, die ursprünglich seit 1984 unter dem Namen Neue Zeitschrift für Arbeits- und Sozialrecht erschien.

O

OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Internationale Organisation mit 34 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Die meisten OECD-Mitglieder zählen zu Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder.

OGAW

Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren

Im europäischen Rechtsrahmen versteht man darunter Investmentfonds, die in gesetzlich definierte Arten von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten investieren (Wertpapierfonds).

ÖR

Öffentliches Recht

Das öffentliche Recht ist derjenige Teil der Rechtsordnung, der das Verhältnis zwischen Trägern der öffentlichen Gewalt und einzelnen Privatrechtssubjekten regelt. Im Unterschied dazu regelt das Privatrecht die rechtlichen Beziehungen zwischen Privatrechtssubjekten. Ferner umfasst das öffentliche Recht sämtliche Rechtsmaterien, die die Organisation und Funktion des Staats betreffen.

oHV

ordentliche Hauptversammlung

Mindestens einmal jährlich stattfindendes Treffen der Aktionäre einer Aktiengesellschaft, einer Kommanditgesellschaft auf Aktien oder einer Societas Europaea. Stimmberechtigte Teilnehmer der Hauptversammlung sind alle Halter von Stammaktien eines Unternehmens. Während einer ordentlichen Hauptversammlung werden grundsätzliche Entscheidungen für das Unternehmen gefällt, beispielsweise die Wahl der Mitglieder im Aufsichtsrat, Änderungen der Statuten sowie die Ausschüttung von Gewinnen in Form einer Dividende. Wichtiger Punkt auf der Tagesordnung ist die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands. Die Hauptversammlung wählt in der Regel den Abschlussprüfer. Im Allgemeinen werden Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit es sich nicht um Entscheidungen von besonderer Tragweite handelt.

OTC

Over-the-Counter

Der OTC-Handel heißt auf Deutsch Telefonhandel, auch wenn er heute überwiegend auf elektronischem Wege abläuft. Der außerbörsliche Handel, auch Freiverkehrs- oder OTC-Handel genannt, bezeichnet finanzielle Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden.

P

PAR

Project Application Report

PE

Private Equity (Außerbörsliches Eigenkapital)

Eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber eingegangene Beteiligung nicht an geregelten Märkten (Börsen) handelbar ist. Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

PIK

Payment-in-Kind (Zahlung in Form von Sachleistungen)

PIPE

Private Investment in Public Equity

Es handelt sich um eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes. Mit PIPE-Transaktionen, die aus der amerikanischen Börsenpraxis kommen, sind Transaktionen von Aktien oder Wandelschuldverschreibungen von börsennotierten Aktiengesellschaften gemeint, die nicht über die Börse zum Handel angeboten werden, sondern bei denen sich die Gesellschaft direkt an einen beschränkten Kreis von Investoren wendet.

PPP

Public-Private Partnership

Die vertragliche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privatrechtlich organisierten Unternehmen (Bauwirtschaft, Kreditinstitute usw.) zwecks Erfüllung öffentlicher Aufgaben der Daseinsvorsorge, bei der die notwendigen Ressourcen (Fachwissen, Kapital und Personal) in ein gemeinsames Projekt eingebracht und die Aufgaben entsprechend der besonderen Fähigkeiten der Partner verteilt werden. Im weiteren Sinn steht der Begriff auch für andere Arten des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten.

PSV

Pensions-Sicherungs-Verein

Eine Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft zum Schutz der betrieblichen Altersversorgung bei der Insolvenz des Arbeitgebers. Der Pensions-Sicherungs-Verein übernimmt im Falle einer Unternehmensinsolvenz die Versorgung aller Arbeitnehmer, die Anspruch auf eine insolvenzgeschützte Betriebsrente haben, er sichert betriebliche Altersversorgung in Form von Direktzusagen, Unterstützungskassen und Pensionsfonds sowie in bestimmten Fällen der Direktversicherung.

R

RBS

Royal Bank of Scotland

R&D

Research & Development

REITS

Real Estate Investment Trust (Immobilien-Aktiengesellschaft mit börsennotierten Anteilen)

Eine Aktiengesellschaft, deren Hauptgeschäftsfeld darin besteht, Immobilien zu besitzen und/oder zu verwalten. Auch Gesellschaften, die Immobilien finanzieren, können ein REIT sein. Die Unternehmen schütten einen Großteil ihres Gewinns als Dividende aus. Auf Ebene der Gesellschaft sind die Ausschüttungen steuerfrei, die Anteilseigner versteuern ihre Dividende nach ihrem Steuersatz. Die genauen Kriterien, die eine Gesellschaft erfüllen muss, sind von Land zu Land unterschiedlich.

RFFP

Regulatory, Funds and Finance Products

RFI

Request for Information (Informationsanfrage, Auskunftsbegehren)

RFP

Request for proposal

Eine Ausschreibung ist ein Teil des Verfahrens zur Vergabe von Aufträgen im Wettbewerb. Durch sie werden potenzielle Bieter aufgefordert, ein Angebot zu unterbreiten. Weitere Formen der wettbewerbsbasierten Preisermittlung sind Auktionen.

RMBS

Residential Mortgage Backed Securities (Verbriefte Wohnungs- baukredite)

Verbriefte und grundpfandrechtlich abgesicherte Forderungen privater Wohnungsbaukredite. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form forderungsbesicherter Wertpapiere (Asset Backed Securities).

RSS

Rich Site Summary (später: Really Simple Syndication)

Ein seit Anfang des Jahres 2000 kontinuierlich weiterentwickeltes Format für die einfache und strukturierte Veröffentlichung von Änderungen auf Websites in einem standardisierten Format (XML). RSS-Dienste werden in der Regel in Form spezieller Service-Websites (sogenannter RSS-Channels) angeboten. Ein RSS-Channel versorgt den Adressaten oft, ähnlich einem Nachrichtenticker, mit kurzen Informationsblöcken, die aus einer Schlagzeile mit kurzem Textanriss und einem Link zur Originalseite bestehen. Zunehmend werden aber auch komplette Inhalte klassischer Webangebote ergänzend als Volltext-RSS bereitgestellt. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed.

S

SE

Societas Europea (Europäische Gesellschaft)

Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Mit der Societas Europea ermöglicht die EU seit dem Jahresende 2004 die Gründung von Gesellschaften nach weitgehend einheitlichen Rechtsprinzipien.

SEC

United States Securities and Exchange Commission

US-Börsenaufsichtsbehörde für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten mit Sitz ist in Washington.

SFO

Serious Frauds Office (Betrugsdezernat)

In einigen englischsprachigen Staaten die Bezeichnung einer Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsdelikte. Die Aufgaben des Serious Fraud Office erstrecken sich auf Ermittlungen und Strafverfolgung bestimmter schwerer Betrugsdelikte mit einem Schaden von mehr als einer Million Pfund Sterling. Die Jurisdiktion erstreckt sich auf England, Wales, Nordirland – die Isle of Man und die Kanalinseln sowie Schottland sind hiervon ausgenommen.

SIFMA

Securities Industry and Financial Markets Association

SIV

Structured Investment Vehicle

Eine außerbilanzielle Kreditarbitrage-Zweckgesellschaft, die sich zusätzlich durch die Emission von Papieren mit einer Frist in der Regel zwischen einem und drei Jahren refinanziert.

SLA

Service Level Agreement

Eine Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Dienstleister für wiederkehrende Dienstleistungen. Ziel ist es, die Kontrollmöglichkeiten für den Auftraggeber transparent zu machen, indem zugesicherte Leistungseigenschaften wie etwa Leistungsumfang, Reaktionszeit und Schnelligkeit der Bearbeitung genau beschrieben werden.

SME

Small and medium enterprises (Kleine und mittlere Unternehmen)

SPV

Special Purpose Vehicle (Zweckgesellschaft)

Juristische Person, die für einen klar definierten und eingegrenzten Zweck gegründet wird. Gebräuchlich sind auch Bezeichnungen, wie Single Purpose Entity oder Limited Purpose Entity. Nach Erreichen ihres Zwecks kann die Gesellschaft aufgelöst werden. Zweckgesellschaften werden für verschiedene Zwecke eingesetzt, insbesondere aber für strukturierte Finanzierungen. So soll ein Zugriff finanzierender Gläubiger auf Vermögenswerte des Investors vermieden werden und der Finanzierungsgegenstand gegen Insolvenzrisiken aus der Sphäre des Investors abgeschirmt werden.

StromStG

Stromsteuergesetz

Das Gesetz regelt die Besteuerung des Stromverbrauchs.

T

TMT

Technology, Media and Telecommunications

TK

Telekommunikation

TRIPS

Trade-Related Aspects of Intellectual Property

TUPE

Transfer of undertakings (Protection of Employment) (Betriebsübergang)

Der Rechtsbegriff des Betriebsübergangs kennzeichnet den Wechsel des Inhabers eines Betriebs oder Betriebsteils (z. B. Teilbetriebsübergang, Outsourcing) durch eine im weitesten Sinne rechtsgeschäftliche Vereinbarung.

U

UCIT

Undertakings for collective investment transferable securities (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren, OGAW)

U.K.

United Kingdom

U.S.

United States

USP

Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal)

Im Marketing und in der Verkaufspsychologie ein herausragendes Leistungsmerkmal, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt.

V

VAB

Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.

Interessenvertretung der ausländischen Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Finanzdienstleistungsinstitute und Repräsentanzen in Deutschland. Der Verband fördert die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder und versteht sich als deren Vertretung in spezifischen grenzüberschreitenden auslandsbank- oder auslandsfondsspezifischen Fragestellungen gegenüber deutschen Gesetzgebern oder der EU. Der Verband hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins, sein Sitz ist in Frankfurt am Main.

VAG

Versicherungsaufsichtsgesetz

Regelt die staatliche Beaufsichtigung der Versicherer und Pensionsfonds, also jedes Marktteilnehmers, der Versicherungsgeschäfte oder Pensionsfondsgeschäfte betreibt. Es beinhaltet staatliche Vorgaben, die für die Aufnahme und die Fortführung des Geschäftsbetriebs dienen, insbesondere Vorschriften zur Sicherung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge und des Schutzes der Kunden sind von Bedeutung. Das Aufsichtsgesetz regelt zudem Angelegenheiten von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, ausländischen Niederlassungen und Beteiligungen.

VAT

Value added tax (Mehrwertsteuer)

VorstAG

Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung

Das Vergütungsregister ist ein elektronisches Verzeichnis, in dem die Vergütungsberichte der börsennotierten Aktiengesellschaften im Prime Standard der Frankfurter Börse nachgeschlagen werden können.

W

WHO

World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)

Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen mit Sitz in Genf. Sie wurde im Jahr 1948 gegründet und zählt heute 194 Mitgliedsstaaten.

WIPO

World Intellectual Property Organisation (Weltorganisation für geistiges Eigentum)

Die Weltorganisation für geistiges Eigentum wurde 1967 mit dem Ziel gegründet, Rechte an immateriellen Gütern weltweit zu fördern. 1974 wurde die WIPO Teilorganisation der Vereinten Nationen. Die WIPO ist Ausgangspunkt des Zusammenarbeitsvertrags von 1970, des WIPO-Urheberrechtsvertrags von 1996 und des Patentgesetzvertrags von 2000.

WpÜG

Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz

Das Gesetz regelt die Pflichten eines Erwerbers von Anteilen an Gesellschaften, wenn dieser die Kontrolle über die Gesellschaft ausübt oder erlangen will und der Handel der von der Gesellschaft ausgegebenen Wertpapiere an einem organisierten Markt im Inland oder in anderen Ländern der Europäischen Union zugelassen ist. Das Gesetz dient in erster Linie dem Schutz von Kleinaktionären oder auch Minderheitsaktionären vor wirtschaftlichen Nachteilen, wie sie im Falle eines unkontrollierten und ungeordneten Bekanntwerdens von Übernahmeabsichten oder nach Erlangung der Kontrolle über eine Gesellschaft in Folge hierdurch ausgelöster Marktverzerrungen eintreten könnten.

WTO

World Trade Organisation (Welthandelsorganisation)

Internationale Organisation mit Sitz in Genf, die sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beschäftigt. Sie wurde im Jahr 1994 aus dem General Agreement on Tarifs and Trade in der Uruguay-Runde nach siebenjähriger Verhandlungszeit gegründet. Die WTO ist neben dem internationalen Währungsfonds und der Weltbank eine der zentralen internationalen Organisationen, die Handels- und Wirtschaftspolitik mit globaler Reichweite verhandelt.



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